UFO UNIVERSITÄT

Zum Selbstverständnis der Künstler gehört es gemeinhin, auf ihrem ›ästhetischen Denken‹ als ganz eigene Vernunft zu beharren. Darüber hinaus sehen sich einige als Speerspitze gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Szene der Neuen Medien Kunst tut dies ganz im Besonderen, wenn sie sich mit technischen Innovationen auseinandersetzt. Dabei unterliegt sie der Auffassung, dass die Technik hier und heute für uns da ist. Schön doof, denn es ist kaum mehr als die Technik-Idee, die sie nicht nur mit dem faschistischen Futuristen á la Marinetti teilen, sondern mit den Buchhaltern der kapitalistischen Produktion.

Der Aufsatz »Eine Warnung: Man kann von Produktionskraftfortschritten auch zu bezaubert sein – Ein Beispiel: Neue Medien Kunst.« will nachvollziehen, wie insbesondere die Neue Medientechnologie polit-ökonomisch bestimmt ist und in keiner Hinsicht – wie Negri oder Lobo denken – eine protokommunistische Veranstaltung darstellt.

Der Artikel erscheint Herbst 2011 im Sammelband: »Ästhetik ohne Widerstand. Texte zu reaktionären Tendenzen in der Kunst« herausgegeben von Annette Emde und Radek Krolczyk im Ventil Verlag. Nach Erscheinen des Bandes wird der Artikel hier als Download zugänglich sein.