UFO UNIVERSITÄT

In der ersten Projektphase der ufo-Universität von Februar bis Juli 2010 wurden gesellschaftliche Problemgelagen im Feld der Künste und der Wissenschaft verhandelt. Im Mittelpunkt stand die Erörterung von sozialen, ökonomischen, politischen, kulturellen etc. Problemen und deren ›Übersetzung‹ in produktive Ausdrucksformen bzw. Interventionen jenseits der Gattungsgrenzen. Die Grenzen zwischen den Disziplinen, zwischen wissenschaftlichen und ästhetischen Verfahren, zwischen dem Prozess der Auseinandersetzung und dessen Produkt, zwischen Experten und Laien, zwischen Machern und Publikum wurde gegen eventuelle institutionelle und gesellschaftliche Gewohnheiten problematisiert und in der Praxis aufgebrochen.

 

Ziel war die Arbeit mit sozialen AkteurInnen, das Aufheben institutioneller Räume und das Eingehen in alltägliche Meinungsbildungsprozesse. ›Quelle‹ und Fokus des Projektes war der soziale Raum in den zurückgewirkt wurde. Die hiesigen TeilnehmerInnen und das Publikum waren dafür die ›Agenten‹. In Kritik an bestehenden institutionellen künstlerischen und wissenschaftlichen Praxen verstand sich die erste Projektphase der ufo-Universität auch als Versuch einer produktiven Reibung an diesen und konnte vielleicht dazu beitragen, die soziale und politische Relevanz von Wissenschaft, Kunst und dem ›Dazwischen‹ zu (re)aktivieren.

 

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